Macht man so einen Kick-Off?

Kick-Off. Der Auftakt eines Projektes. So, jetzt wissen alle, dass es los geht.

Ich habe da etwas für Sie zum Thema Kick-Off, neuseeländische Variante mit dem Namen Ka Mate. Die Quelle des Textes ist Wikipedia.

  1. Anführer: Ringa pakia! Schlagt die Hände auf die Schenkel!
    Uma tiraha! Drückt die Brust nach vorne!
    Turi whatia! Beugt die Knie!
    Hope whai ake! Und die Hüften!
    Waewae takahia kia kino! Stampft mit den Füßen, so fest ihr könnt!
  2. Anführer: Ka mate, ka mate Das ist Tod, das ist Tod (oder: Ich werde sterben)
  3. Mannschaft: Ka ora, ka ora Das ist Leben, das ist Leben (oder: Ich werde leben)
  4. Anführer: Ka mate, ka mate Das ist Tod, das ist Tod
  5. Mannschaft: Ka ora, ka ora Das ist Leben, das ist Leben
  6. Alle: Tēnei te tangata pūhuruhuru Dies ist der haarige Mann…
    Nāna nei i tiki mai whakawhiti te rā …der die Sonne brachte und sie scheinen ließ!
    Ā upane, ka upane Ein Schritt nach vorne, und noch einer!
    Ā upane, ka upane Ein Schritt nach vorne, und noch einer!
    Whiti te rā, hī! Die Sonne scheint!

Schon ein seltsamer Text. Und dass als Kick-Off? Genug der Spannung und Vorfreude – Lautsprecher an und staunen.

Und jetzt zurück zu Ihrem Kick-Off. Statt dem Üblichen vielleicht Team-Building, ein das schaffen wir in kürzerer Zeit, mit weniger Stress, mit mehr Kommunikation, zu geringeren Kosten und wir schlagen die Mitbewerber mit innovativen Produkten.

Anführer: Das ist der Tod (Stress, Überlast, mangelnde Rückendeckung, …)

Team: Das ist das Leben! Unser Erfolg! Wir gewinnen.

Das ist die Botschaft für Sie.

Wenn Sie in die Augen der Spieler beider Rugby-Nationalmannschaft schauen, wissen Sie, dass die Botschaft ankommt.

Und was denken Sie?

Wochenende – Zeit zum Reflektieren

Es ist Freitag morgen. Was machen wir heute? Welche offenen Punkte auf unserer TODO-Liste sind noch richtig wichtig? Und was machen wir am Wochenende?

An LEAN Management begeistert mich, dass der Stress sinkt. Ein Beispiel: Werden Aufgaben halbfertig über den „Abteilungs-Zaun“ geworfen, und das zum spätest möglichen Termin, entsteht beim Empfänger Druck. Schon allein der Zustand halbfertig ist kritisch.

Aber das Wochenende steht vor der Tür und ich lade Sie zu einem Kurz-Video ein.

Lassen Sie uns die nächsten sieben Tage besser machen.

Ein schönes Wochenende

wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

Schon Kinder kennen PDCA

Kinder und Erwachsene – Veränderung und Stillstand

Ich beobachte gerade meine Kinder. Sie machen einen Ausflug. Der Strandkorb ist das Auto. Eine eilends herbeigeholte Decke wird der Anschnallgurt. Beistelltische werden gezogen und geschoben und symbolisieren Motorhaube und Kofferraum zugleich. Sie haben Bücher, Rucksäcke und Trinkflaschen dabei. Das Strandkorb-Auto startet. Raten Sie mal, wer fährt.

An dieser Szene begeistert mich die Phantasie, die Begeisterung und der Enthusiasmus. Aus den Kinder-Augen leuchtet ein Feuer der Begeisterung. Es ist ansteckend. Es macht (die Kinder und mich) glücklich.

Jedes Spiel wird besser. Das Setup perfektioniert. Die Kinder planen ihr Spiel. Sie spielen, kontrollieren und verändern erneut. Planen den nächsten Schritt, wiederholen den Kreislauf. Deming nennt es PDCA – Plan, do, check, act. Und immer wieder. Bei meinen Kleinen PDCA im kleinen. Oder gibt es vielleicht ein angeborenes PDCA-Verhalten?

Erwachsene

Schauen Sie sich mal um. Was sehen sie? Begeisterte Menschen, die mit Freude ihrer Tätigkeit nachgehen? Oder Menschen mit leerem Gesichtsausdruck? Laut Umfragen ist nur jeder siebte mit seiner Arbeit zufrieden und würde für den Arbeitgeber durchs Feuer gehen.

Veränderungen zu initiieren und zu begleiten ist meine Leidenschaft. Ich bin glücklich darüber, dass es mein Beruf ist. Ich stoße oft auf Prozesse, die in Handbüchern beschrieben wurden, in der Praxis aber ganz anders ausgeführt werden. Diese Prozesse unterliegen keiner geplanten Veränderung. Von PDCA fehlt jede Spur. Meistens werden sie auch von Menschen ausgeführt, denen man die Begeisterung für ihre Arbeit nicht ansieht.

Gut laufende Veränderungsprozesse haben Menschen, die begeistert von ihrer Tätigkeit sind. Für sie gilt „gut genug ist nicht gut genug“. Sie wollen mehr. Und sie haben das gleiche Leuchten in den Augen, wie es meine Kinder haben.

Was sehen Sie in Ihren Augen? Leuchtet es da? Oder schauen Sie im Spiegel in die Augen eines alten Menschen?

Für Veränderungsprozesse gilt es, Menschen im Team zu haben, die dieses Leuchten in den Augen mitbringen. Für uns als Führungskräfte ist es wichtig, zu verstehen, warum das Leuchten bei anderen verloren gegangen ist. Wenn es irgendetwas gibt, um es wieder zu entfachen, müssen wir es tun? Oftmals tragen diese Menschen einen großen (Erfahrungs-) Schatz in sich und können Veränderungen auf neue Stufen heben. Ich habe mehr als einmal den Satz gehört „Endlich kommt mal jemand und wir dürfen verändern“.

Superkräfte

Die Begeisterung steckt an. Sie macht Freunde und Freude. Das Kind im Inneren gibt es auch. Es will mit Ihnen lachen, weinen, spielen, toben, glücklich sein. Wachsen dürfen, Superkräfte entwickeln. Und Veränderung, Change, Verbesserung. Stillstand ist ihm oder ihr fremd. Heinrich Schaible, dem ich diesen Artikel widme, danke ich für die Bestätigung, dass es dieses „inner child“ wirklich gibt und keine Erfindung von mir ist.

Und für alle noch einen zweiten Tipp, wie Sie Superkräfte erhalten können. Achtung, das Video ist 7:26 Minuten lang, aber jedes lohnt sich! Schalten Sie ggf. die englischen Subtitles ein. Ron spricht kein Schul-Hoch-Englisch.


Welche Tipps haben Sie, um das Kind in Ihnen, die Neugierde und den Wunsch zu wachsen, am Leben zu erhalten?

Während Sie über die Frage grübeln, spiele ich mit meinem inneren Kind. Wir stellen die gefürchteten Warum-Fragen und alles auf den Kopf. Bauen auf, zerstören, bauen besser wieder auf. Wir werden lachen und Superkräfte entwickeln und die Augen wie Leuchttürme leuchten lassen. Wir machen PDCA, um Prozesse zu verbessern. Aber bevor ich das tue, noch ein Satz, den Sie auf Ihren Spiegel kleben könnten: „Grown-ups tend to be Given-Ups. It’s your life and your choice!“.

Ich geh spielen!

Ihr

John Persch

PDCA – Plan Do Check Act – 2012

„We have put into practice a cycle – of developing “better cars,” which should increase sales and consequently profits to reinvest in developing even “better cars,” and we have confidence in this approach.“

Quote from the Speech for Mr. Toyoda, President on the financial results announcement for the fiscal year to March 2012

Nachhaltigkeit und Lean

„Lieber Herr Persch, das mit der Lean-Transformation ist ja alles gut und schön. Aber wie schaffen wir es, dass die Veränderung nachhaltig wirkt? Ich glaube ja schon, dass wir vom Top-Management und die Leute an der Basis dahinter stehen. Aber was machen wir mit dem mittleren Management, das schon viele Jahre dabei ist?“

So oder so ähnlich wird diese Frage häufig gestellt. Mein Gegenüber hat Angst oder die Erfahrung, dass eine Veränderung nicht wirkt. Oder nur kurzfristig.

Die andere mögliche Variante dieser Frage ist: „Herr Persch, Sie sind jetzt der dritte Berater hier im Unternehmen. Wir hatten das Thema schon mal mit (wichtiger Name). Wie schaffen wir es, dass es diesmal funktioniert und auch von Dauer ist?“

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Kundenzufriedenheit, Social Media, Marktführerschaft und Verschwendung

Im letzten Artikel schrieb ich über Fehler. Lassen Sie uns heute mal darüber nachdenken, was passiert, wenn Kundenerwartungen nicht getroffen werden?

Meine Frau hatte kürzlich Probleme mit E-Plus. Zusagen wurden nicht eingehalten. Dumm nur, dass meine liebe Frau eine der besten Kennerinnen von den Abläufen in Call Centern ist. Sie hat bekommen, was Sie wollte. Geärgert hat es sie und notwendig von E-Plus war das nicht. Früher hätte man über die Service-Enttäuschung mit seinen Freunden geredet. Heute könnte sie ihren Ärger in ihrem Blog, ihrer Business-Page bei Facebook und in der Social Media-Unterhaltung kommunizieren. Der Schaden in Form von negativer (belegbarer) Mundpropaganda läge wahrscheinlich bei 400 Lesern. Verteilen die Nachricht weitere Kontakte, ist die Reichweite wesentlich höher.

400 Kontakte – who cares? Schulter zucken als übliche Reaktion in der Chef-Etage? Aber Vorsicht, wie die Schweizer sagen. Protest kann man schwer stoppen und noch schwerer lenken.

Bei United Airlines ging die Gitarre des kanadischen Musikers Dave Carroll zu Bruch. Bei der Regulierung des Schadens gab es Probleme. Dave Carroll schrieb einen Song darüber und stellte ihn bei YouTube ein. CNN und CBS berichteten. Die Katastrophe nahm ihren Lauf und 11,6 Millionen mal wurde der Song bei YouTube angeklickt. Details zum Fall findet man bei der englischen Ausgabe von Wikipedia.

Es geht also nicht nur darum, gut zu telefonieren oder absturzfrei zu fliegen. Haben Sie gesamte Wertschöpfungskette im Visier!? Alles muss aus der Sicht des Kunden betrachtet werden. Der externen Kunden und auch der internen.

Die Marktführerschaft aufzubauen ist mühsam. Sie zu erhalten ebenfalls. Sie durch Fehler oder schlechte Anweisungen in der Servicekette zu verspielen, fahrlässig. Es ist die Verschwendung einmaliger Chancen. TIMWOOD grinst uns entgegen.

Der Kunde sollte bei der Betrachtung der Prozesse im Vordergrund stehen. Der Kunde macht Sie zum Marktführer. Aber er kann auch die Marktführerschaft entziehen.

Sichere und robuste Prozesse wünscht Ihnen

Ihr

John Persch

PS: United nimmt das Video jetzt zur Schulung der Mitarbeiter. Wie Kunden reagieren sollten, wird bei livehacker beschrieben.

LEAN Management – Etwas Verbesserung oder die Nummer 1 werden?

Ich habe gestern mit einem Lean Projektleiter einer deutschen Großbank telefoniert. Man versteht die dortige Lean Initiative als „Lean Frühjahrsputz in der Bank“. Auf die Frage, was das große Ziel sei, nannte er die Reduzierung der Überstunden. Durchschnittlich bis zu 20 % der Zeit soll eingespart werden, Mitarbeiter werden nicht gekündigt. Vor allem AT-Angestellte profitieren, da Überstunden weder ausgezahlt noch angesammelt werden.

Ein lobenswertes Ziel? Hier kümmert sich jemand um die Mitarbeiter. Gerade, wo in diesem Bereich ein Krieg um die Talente tobt. Oft sehe ich, dass Mitarbeiter durch Überlastung (Muri) „sauer gekocht“ werden und die Motivation früher oder später von „begeistert zu ist mir egal zu gehe wo anders hin“ sinkt. Ja, ein gutes Ziel.

Zufrieden bin ich aber trotzdem nicht. Wenn ich über 5S rede, kommt in meiner Einleitung immer, dass es nicht um „Schöner Wohnen“ geht. Was hat der Kunde davon? Zufriedene Mitarbeiter führen zu zufriedenen Kunden führen zu mehr Gewinn? Reicht das als Strategie?

Genauso auch bei Lean. Lean ist eine Wachstumsstrategie. Bei Lean geht es ist nicht nur um die Reduzierung. Nein, die vollständige Vermeidung von Verschwendung vor der Entstehung gehört ebenfalls dazu. Lean ist eine Führungsaufgabe. Lean schaut in die Zukunft und legt den Fokus auf Wertschöpfung und Wachstum.

Kürzlich sprach ich mit einem CEO, 850 MA, Nummer drei in seinem Marktsegment. „Und“, fragte ich, „wo geht die Reise hin?“ Zur Antwort hörte ich Steigerung des Betriebsergebnisses, besser werden usw. Warum nicht die große Vision? Wo ist sie? Ich vermisse das weitsichtige, visionäre Denken.

Nummer 3 im Markt ist eine gute Ausgangsbasis. Peter Drucker, Elder Statesman of Management, formulierte den Unternehmenszweck so: „Der einzige Grund für ein Unternehmen ist, Kunden zu produzieren.“ Ja, neue Kunden und Kunden, die dauerhaft und immer wieder kaufen. Eine wachsende Kundenbasis, füge ich hinzu. Und damit die Nummer Eins werden?!

Nummer 1 werden ist eine Win-Position. Wenn man es richtig anstellt, sogar eine Win-Win-Situation, wie sie Stephen Covey in the „7 Habits of Highly Effective People“ definiert. Mit den Mitarbeitern, den Interessengruppen, mit den Zulieferern und mit den Kunden zusammen diese Win-Win-Situation erreichen!

Ein Durchbruchsziel bei Lean Initiativen ist die Reduzierung von Durchlaufzeiten. Gern wird auch die Erhöhung des Durchsatzes bei vorhandenen Kapazitäten gefeiert. Aber das richtige visionäre weitsichtige Ziel sehe ich oft nicht. Kurzfristige Jahres-Ziele sind eher die Regel. Oft weiß man gar nicht, welche Ziele der Manager der anderen Abteilung hat.

Aber warum wollen Sie nicht mehr? Die Nummer 1 im Markt werden. Mit dem Mindset „Lean ist eine Wachstums-Strategie“ und dem Toolset „Lean vermeidet Verschwendung – bevor sie entstanden ist – und Lean reduziert schon existierende Verschwendung.“

Von Toyota wissen wir, dass sie mit Lean besser geworden sind. In 2010 waren sie Nummer 1 (Quelle: OICA). Und in den Neunzigern las ich von der Vision: „Beat Benz“. Klarer kann man die Marschrichtung nicht formulieren. Sie kennen meine Definition von TIMWOOD und das dritte O – The missed Opportunity? Fall nein, lesen sie hier. Toyota verpasst die Gelegenheit nicht, sondern hat ein klares Ziel vor Augen.

Wenn Sie nur etwas besser werden wollen, reden Sie bitte nicht mir. Sie verpassen gigantische Chancen, die Ihnen Lean bietet. The missed Opportunity – die verpasste Gelegenheit als weitere Form der Verschwendung.

Wenn Sie richtig gut und die Nummer 1 werden wollen, dann bin ich Ihr Mann. Weitsichtig, umsetzungsstark, bei Problemen den Ursachen auf den Grund gehend und schnell in der Umsetzung mit den Mitarbeitern und dem Management. Und dabei immer menschlich und voller Empathie.

Wo wollen Sie hin? Kennen Sie Ihr Ziel? Ich kenne meines.

Ihr

John Persch

Buchempfehlung: Stephen Covey, ‚The 7 Habits of Highly Effective People: Powerful Lessons in Personal Change‘